Inhaltsstoffe INCIs bestimmen und recherchierenIch liebe Kosmetikprodukte – gerade auch für ihre vollmundigen Versprechen. Manchmal will ich gar nicht sooo genau wissen, was diese Produkte wirklich können. Bzw. können können! Ich will einfach glauben. :-)

Aber dann schaltet sich doch meine Ratio ein. Und mein Kopf will es genauer wissen. Was die Produkte wirklich leisten. Zu welchen „Wundertaten“ sie tatsächlich fähig sind. Und was ganz sicher nicht funktionieren wird. Dazu gibt es die INCIS – also die Inhaltsstoffte –, die auf den Tuben, Döschen oder Umverpackungen aufgelistet sind.

Eigentlich eine tolle Sache. Wenn man die INCIs verstehen würde. Verstehen könnte! Ich kann es nicht. Ich meine, wer, der nicht Chemiker oder Pharmazeut ist, kann denn mit ALLYL CAPROATE oder TYROSINE oder 1,5-NAPHTHALENEDIOL spontan was anfangen? Natürlich kann man googeln, bei Wikipedia recherchieren oder Fachliteratur wälzen. Aber bitte – wer tut das? Ich nicht.

Dann bleibt also nichts anderes als ahnungslos bleiben? Als der Selbstversuch? Die Hoffnung auf ehrliche Kosmetikfirmen?

Nicht ganz. Kürzlich habe ich folgende Seite entdeckt:

http://www.cosmeticanalysis.com/

Hier kann man gegen einen Halbjahresbetrag von 30 Euro Kosmetika analysieren. Bzw. sich sehr fachkundig über einzelne Marken und Produkten aufschlauen. Ganz konkret erfährt man, welche Inhaltsstoffe sich hinter welchen Namen verbergen, was sie leisten und wie empfehlenswert sie sind. Ich selbst bin nicht registriert (denke aber darüber nach), aber auch von außen betrachtet macht die Seite einen guten Eindruck.

Eine kostenlose Alternative ist

http://www.kosmetik-check.de/

Hier kann man INCIs eingeben – der Check spuckt dann Ergebnisse aus. Funktioniert ganz ordentlich, wenn auch nicht so detailliert wie bei cosmeticanalysis.com.

Aber mal ganz ehrlich: Diese Webseiten nützen erst dann, wenn man das Produkt schon im Haus hat und am Computer rechechieren kann. Viel praktischer wäre es doch, wenn man mit einer App gleich beim Kaufen die Inhaltsstoffe prüfen könnte, wie Codecheck zum Beispiel. Eine etwas ältere Übersicht zum Thema Apps findest du hier:

http://www.naturalbeauty.de/magazin/

Und dann habe ich noch zwei Bücher gefunden – aber nicht gelesen. Es empfiehlt sich also ein Blick auf die Rezensionen und Sterne:

Rita Stiens: Die Wahrheit über Kosmetik: Der kritische Wegweiser durch den Kosmetik-Dschungel *

Heinz Knieriemen: Kosmetik-Inhaltsstoffe von A bis Z: Der kritische Ratgeber *

****

Und du? Schaust du dir die Liste an Inhaltsstoffen genau an? Recherchierst du ihre Wirkung? Wenn ja, wie?

 

*Affiliate-Link

 

 

# Link | .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 30. April 2014 um 19:45 Uhr in Basiswissen Naturkosmetik: Was ist "Grüne Kosmetik"? | 3299 Aufrufe | 3 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

Tags: Apps, Check, INCI, Inhaltsstoffe, Kosmetikcheck, Webseiten

{google_adsense_468}

Kommentieren:

Angaben speichern?

Benachrichtigung bei Folgekommentaren.



Kommentare:

ich nutze z.B. die app toxfox vom BUND, mit der man Kosmetik auf hormonelle Inhaltsstoffe überprüfen kann

Ruth Konter-Mannweiler am Donnerstag, 01. Mai 2014 um 12:56 Uhr

Jep, ich nehme alle Produkte, die ich benutze, auseinander. Natürlich besonders detailliert, wenn ich eine Review dazu schreibe, aber ich recherchiere auch vorab.
Nachdem ich fast komplett auf Naturkosmetik umgestiegen bin, ist es ein wenig einfacher geworden, aber trotzdem nicht total simpel.

Ich benutze gerne Codecheck (toxfox ist arg panikmachend, zumal die Daten von Codecheck kommen und dort mittlerweile auch die Info bezüglich Hormonen drin steht, jede Milchpackung enthält heute mehr Hormone als irgendeine Creme…) und natürlich auch Wikipedia. Dazu kommen aber noch TruthInAging.com und ewg.org, vor allem letzteres wird von No More Dirty Looks empfohlen, ein fantastischer Blog von zwei Journalistinnen, die auch das gleichnamige Buch herausgebracht haben, was mir sehr geholfen hat.
Dort wurden noch tolle Seiten genannt, die ich auch noch absurfen muss.
Das Beautypedia von Paula Begoun ist ebenfalls eine sehr gute Quelle für wahnsinnig viele Stoffe, sie zitiert auch immer Studien.

LG, Viktoria

beautyjungle am Samstag, 03. Mai 2014 um 19:28 Uhr

Der Kosmetik-Markt ist echt so undurchschaubar groß - ich hab’s fast aufgegeben, da als verantwortungsbewusste Konsumentin durchzusteigen. Deshalb habe ich meine drei bis vier Marken, denen ich vertraue. Sollte ich dann doch mal in einer Drogerie-Abteilung zu einem neuen Produkt verführt werden oder im Urlaub Kosmetik shoppen, dann guck ich nach folgendem: Parafin, PEG und Silikonen. Ist davon was enthalten, lass ich’s stehen.

Kürzlich hatte ich auch den Fall, dass bei der deutschen Übersetzung nicht alles aufgeführt war, jedoch bei den INCIs - das ist natürlich total nervig.  Wie gesagt, am besten einfach bei den vertrauten Produkten/ Marken bleiben.

Farbenfreundin am Sonntag, 04. Mai 2014 um 07:05 Uhr


Nächster Eintrag: Grüne Sonntagsnews!
Vorheriger Eintrag: Blog-Stöckchen: Zehn Antworten. Und zehn Fragen.

Back to top