So ein Peeling ist schon was feines: Ein Esslöffel davon beschert uns eine wunderbar glatte, rosige Haus. Kein Wunder also, dass Peelings zu den erfolgreichsten Kosmetikartikeln überhaupt gehören, denn mit fast keinem anderen Produkt sieht man einen so schnellen Erfolg.

Aber was schleift unsere Haut eigentlich so hübsch glatt? Und was passiert mit diesen Schleifpartikeln, sobald wir sie von der Haut herunterspülen? 

Ich habe nie bewusst darüber nachgedacht, aber unterschwellig war ich wohl im Glauben, die Dingerchen würden sich auflösen. Oder sie würden wie alle Schmutzpartikel in der Kläranlage herausgefiltert werden. Das geschieht sicherlich auch bei einigen Peelingprodukten – bei anderen jedoch nicht, und zwar bei solchen, in den Mikroplastik zum Einsatz kommt. Mikroplastikpartikel lösen sich nämlich nicht auf und sind außerdem zu klein für die Filter unserer Klärwerke. Sie bleiben vielmehr im Wasser und landen irgendwann im Meer. Dort werden sie dann von Fischen und anderen Meerestieren und -organismen aufgenommen – und leider auch nicht mehr ausgeschieden. Besonders perfide dabei: Plastik zieht Umweltgifte wie ein Magnet an, so dass die Lebewesen nicht nur Plastikpartikelchen aufnehmen, sondern auch jede Menge Giftstoffe. Und die landen irgendwann natürlich auch wieder auf unseren Tellern … lecker!

Solches Mikroplastik ist übrigens nicht nur in Peelings enthalten, sondern in einer Vielzahl von Kosmetikartikeln: Zahnpastas, Puder, Duschgels, Cremes, Lidschatten, sogar in Kontaktlinsenreinigern. Eine Liste mit "kontaminierten" Produkten hat der Bund Naturschutz zusammengestellt, man kann sie hier downloaden

Bis auf ein paar Produkte von The Body Shop und Yves Rocher waren Gott sei dank keine Natur- oder naturnahe Kosmetika keine auf der Liste – was natürlich einerseits logisch ist bzw. sein sollte! Andererseits weiß man ja nie und Wölfe im Schafspelz gibt es ja leider überall. 

# Link | .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 14. Mai 2014 um 19:13 Uhr in Branchen-News Naturkosmetik | 5531 Aufrufe | 1 Kommentar | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

Tags: Bund Naturschutz, Meeresschutz, Mikroplastik, Peelings, Produktliste

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Kommentare:

Danke für die Liste, finde ich hilfreich. Wobei ich Haarpflegeprodukte darauf vermisst habe. Setzen die so was nicht auch ein? Und was ist mit Silikon? Das fände ich auch mal interessant.

Heide Liebmann am Donnerstag, 15. Mai 2014 um 15:45 Uhr


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