Wenn es um echte Naturkosmetik geht, gehört Dr. Hauschka zweifellos zu den renommiertesten Labels überhaupt, und das nicht nur deutschland- sondern sogar weltweit. Das Unternehmen lebt tatsächlich genau das, was man sich unter Naturkosmetik vorstellt – bis hin zu hauseigenen Wildkräutergärten, in denen Demeter-Roh- und Inhaltstoffe kultiviert und gezogen werden.

Und obwohl ich Dr. Hauschka theoretisch toll finde, ist meine tatsächliche Zuneigung doch eher ... nunja: moderat. Getrübt hatte mein Verhältnis ein Gesichthautöl, das ich vor vielen Jahren gegen meine fettige und unreine Haut verwendet hatte – und das auch genau für diesen Hauttyp gedacht war. Bei mir allerdings funktionierte das homöopathische Gleiches-mit-Gleichem-Prinzip kein bisschen und ich sah aus wie der sprichwörtliche Streuselkuchen. Es dauert Monate, bis ich meine Haut wieder halbwegs im Griff hatte ...

Trotzdem gebe ich Dr. Hauschka immer mal wieder eine Chance. Allerdings bei nur Produkten, die mir eher „ungefährlich“ erscheinen und bei denen Reaktionen wie oben nicht zu erwarten sind: Körpercremes, Handcremes, Duschgels – oder die Gesichtwaschcreme, die ich nicht ganz regelmäßig, aber doch immer mal wieder zum Reinigen der Haut verwende. Und um die Pointe gleich vorweg zu nehmen: Ja, ich mag sie. Und ich vertrage sie auch!

Gedacht ist die Gesichtwaschcreme für jeden Hauttyp; sie soll die Haut beleben, sanft reinigen und zugleich die Poren verfeinern.

Die Waschcreme kommt in einer Metalltube mit kleiner Öffnung und lässt sich sehr prima herausdrücken – und zwar bis zum letzten Rest! Durch die kleine Öffnung kommt weniger Luft und Schmutz an die Waschcreme. Kurz: Die Verpackung ist einfach praktisch, sparsam und hygienisch.

Das Produkt selbst erinnert mich immer ein wenig an die Textur der Mandelkleie-Waschcreme, die ich als Teenie immer als Peeling verwendet habe. Was auch kein Wunder ist, denn Mandelmehl steht bei den Inhaltsstoffen an erster Stelle. Wobei die Creme nicht wie ein Peeling angewendet wird. Vielmehr wird sie erst sanft zwischen den Händen verrieben und leicht aufemulgiert, dann auf die Haut von der Mitte her aufgedrückt und nach einigen Wiederholungen vorsichtig wieder abgewaschen werden soll. Gut, ich gebe zu, dass ich mich an diese Anweisung nie so wirklich gehalten habe, sondern die Haut nach üblicher Manier in kreisenden Bewegungen gereinigt habe ... Wimperntusch kriegt man damit übrigens nicht runter, ich sag's gleich mal dazu!

Gleich nach der Mandelkleie kommen Auszüge von Ringelblume (Calendula) und Wundklee: Ringelblume wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung, Wundklee wird ebenfalls zur Wundheilung eingesetzt. Nach beruhigenden, entzündungshemmenden sowie adstringierenden Wirkstoffauszügen Kamille und Johanniskraut kommt die Zaubernuss (Hamamelis), die ebenfalls adstringierend wirkt. Auch Acerola-Kirsche ist enthalten, die für ihren hohen Anteil an Vitamin C bekannt ist. Ob diese nun antioxidativ oder eher als Konservierungsmittel fungiert – oder vielleicht beides? – kann ich leider nicht sagen.

Hier noch mal die Inhaltsstoffe im Detail:

Wasser, Mandelmehl, Auszüge aus Ringelblume und Wundklee, Alkohol, Erdnussöl, Auszüge aus Kamille und Johanniskraut, Sonnenblumenöl, Auszug aus Zaubernuss, Weizenkeimöl, Mandelöl, Ätherische Öle, Auszug aus Acerolakirsche, Xanthan, Lecithin, Alginat.

Mein Fazit: Die Gesichtswaschcreme ist eine sanfte und zugleich sehr angenehme, sehr natürliche Reinigung, die die Haut tatsächlich belebt – ohne sie zu reizen. Eine porenverfeinernde Wirkung konnte ich allerdings nicht feststellen, wobei die Zutaten ja durchaus dafür sprechen. Es reagiert halt nicht jede Haut gleich. Angenehm weich ist sie nach der Reinigung allemal. Um die Wimperntusche muss man sich allerdings noch mal extra bemühen.Mein Tipp: Kokosöl.

Das einzige, was mich irritiert, ist der hohe Anteil an Alkohol, den man sogar riecht. Ich kann mir gar nicht so recht erklären, was der Alkohol in einer Waschcreme zu suchen hat?! Aber vielleicht sind naturkosmetikerfahrenere Mitleser schlauer und können mich aufklären? Hier noch ein Blogposting zum Thema Alkohol in Kosmetika zur Ergänzung – das freut mich nun nicht gerade.

Das Produkt ist Natrue- und BDIH-zertifiziert und vegan. Die Rohstoffe haben zum Teil Demeter-Qualität.

Erhältlich sind Produkte von Dr. Hauschka in gut sortierten Drogeriemärkten und Apotheken. Im Netz kannst du sie zum Beispiel bei Douglas bestellen oder sogar bei Amazon*.

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# Link | .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 27. Mai 2014 um 09:54 Uhr in Naturkosmetik nach Marken, Dr Hauschka, Naturkosmetik nach Verwendung, Hautpflege, Hautpflege am Körper, Produkttests und -reviews | 4480 Aufrufe | 2 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

Tags: BDIH, Belebende Gesichtswaschcreme, Dr Hauschka, Natrue, Normale Haut, vegan

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Kommentare:

ich nutze von Hauschka vor allem Dekorativkosmetik. besonders die Lippenstifte und Wimperntusche finde ich sehr schön.

Café Clia am Dienstag, 27. Mai 2014 um 11:13 Uhr

Ja, Dr. Hauschka… eine wirklich tolle Marke, trotzdem nutze ich auch nur “Zusatzprodukte” wie das Gesichtstonik und ja, auch die Waschcreme. Sie ist schon toll, doch für meine suuuuper-empfindliche Haut darf ich sie nur selten benutzen und dann lass ich es vielleicht doch lieber ganz. Nachdem ich nun auch (durch deinen Hinweis) kritischer mit dem Inhaltstoff Alkohol bin, fällt sie wohl demnächt ganz vom Regal.

Farbenfreundin am Donnerstag, 05. Juni 2014 um 05:42 Uhr


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