Ich sagte es bereits: Mit Exotik bin ich so leicht zu kriegen. Ob's das kosmetische Storytelling ist, das mich so kickt? Die Märchen aus 1000 und einer Nacht, die ich mit solchen Produkten verbinde? Das Wegträumen in andere Kulturen? Keine Ahnung. Ich weiß nur eins, ich mag sie. 

Rhassoul zum Beispiel. Nordafrikanische Lavaerde, die man auch zum Haarewaschen verwendet werden kann. Das weiß ich, seit ich letzte Woche das Rhoussal-Shampoo von Urtekram getestet und für gut befunden hatte. 

Und nun ist mir diese Lava-Wascherde gleich ein zweites Mal begegnet: in der Haarwaschcreme Ghassoul Detox von Safeas. Auch sie basiert auf Rhassoul (gesprochen) bzw. Ghassoul (geschrieben). Allerdings ist die Aufmachung von Safeas, einer jungen Biokosmetikfirma aus München, ein wenig edler und lifestyliger. Und das merkt man dann auch gleich am Preis. Aber - DETOX kostet halt, ne?

Am Samstag also waren meine Haare dran, mit der Entgiftung. 

Ein erster Schnuppertest: Hm, wieder ganz leicht minzig! Der erste optische Eindruck: naja, Schlamm halt. Die Konsistenz:  leicht, geschmeidig - einen Schmirgeleffekt wie bei Urtekram konnte ich kaum feststellen -, dünnflüssig. Sehr dünnflüssig. So dünnflüssig, dass mir das Shampoo fast von der Handfläche floss, während ich es auf meinen Haaren platzieren wollte. 

Ungewohnt ist auch, dass das Shampoo nicht schäumt. Also: gar nicht. Das ist einerseits für Haare und Umwelt hervorragend - aber erstmal eben sehr anders. Mehr Produkt auf die Haare zu kippen als eigentlich notwendig, damit endlich der gewohnte Schaum(a)-Effekt entsteht, hilft übrigens auch nicht. Das Produkt enthält schlicht und ergreifend keine Tenside (stattdessen aber Extrakt vom Seifenrindenbaum bzw. Quillaja Saponaria), und das merkt man. 

Auch wenn man es erst nicht für möglich hält: Auch ohne diese waschaktiven Substanzen werden die Haare wunderbar sauber. Und vor allen Dingen fühlen sie nach der Wäsche weder ausgelaugt noch trocken an. Reflexartiger Griff zum Pflegeprodukt? Vergiss es! Erstaunlicherweise konnte ich sogar auf mein (un-ökiges) Volumendingsbums verzichten, ohne das die Haare normalerweise am Kopf anklatschen.

Kurz: ein sehr gutes, sanftes Shampoo, das ich mir besonders bei angegriffenen Haar sehr gut vorstellen kann. Im Vergleich zu Urtekram, das auch Wascherde-Anfänger (wie ich) problemlos verwenden können, ist  Ghasssoul Detox ein bisschen gewöhnungsbedürftiger. Lässt man diesen Aspekt (und den Preis) aber mal beseite, dann würde ich die Safeas-Waschcreme wählen. Denn damit fühlten sich meine Haare noch einen Hauch gesünder und griffiger an. 

Inhaltsstoffe und Zertifizierung: 
Aqua, Hectorite, Kaolin, Alcohol*, Glycerin*, Quillaja Saponaria Wood Extract*, Triticum Vulgare Germ Extract*, Zingiber Officinale Root Extract*, Citrus Medica Limonum Fruit Extract, Parfum, Rosmarinus Officinalis Leaf Extract*, Helianthus Annuus Seed Oil*, Linalool**, Limonene**

Die Ghassoul Detox Haarwaschcreme von Safeas ist BDIH-zertifiziert und vegan.


Kaufen kann man das Produkt zum Beispiel bei biomazing, bei Lanur oder auch bei Amazon***.


*  aus kontrolliert biologischem Anbau
** natürlicher Bestandteil ätherischer Öle

*** Affiliate-Link

 

# Link | .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) | Dieser Artikel erschien am Montag, 16. Dezember 2013 um 19:43 Uhr in Naturkosmetik nach Marken, Safeas, Naturkosmetik nach Zertifizierung, BDIH, Vegan, Naturkosmetik nach Verwendung, Haarpflege, Produkttests und -reviews | 5247 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

Tags: BDIH, Detox, Haarpflege, Rhassoul, Safeas, Shampoo, vegan, Wascherde

{google_adsense_468}

Kommentieren:

Angaben speichern?

Benachrichtigung bei Folgekommentaren.




Nächster Eintrag: Das grüne Weihnachtsgewinnspiel!
Vorheriger Eintrag: Für dich getestet: Rhassoul-Shampoo von Urtekram.

Back to top